Wie finanziere ich mein Energiedach ?
Es existieren diverse Förderprogramme der Europäischen Union, des Bundes, der Län- der, der Kommunen und einiger Energieversorgungsunternehmen. Seit dem 1.4.2000 gibt es ferner das 100.000-Dächer-Programm, in dessen Rahmen zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse für PV-Anlagen gewährt werden. 
Das Programm sieht attraktive Kredite für die langfristige Finanzierung in die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen vor und ist speziell für Privatpersonen, freiberuflich Tätige so- wie mittelständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft zugeschnitten.
Als Beispiel für ein spezielles Förderprogramm haben  wir nachfolgend Auszüge aus dem  sogenannten REN-Programm aufgeführt.
„Rationelle Energieverwendung und Nutzung unerschöpflicher Energiequellen“

Gegenstand der Förderung

  • Fotovoltaikanlagen mit Netzanbindung ab einer Mindestleistung von 2 kWp

Zuwendungsvoraussetzungen

  • Förderung erstreckt sich auf vorhaben innerhalb des Landes NRW
  • Es werden nur Vorhaben gefördert, mit denen vor der Bewilligung noch nicht begonnen worden ist.

Art, Umfang und Höhe der Zuwendung

  • Die Zuwendung erfolgt als Projektförderung
  • Festbetragsfinanzierung

Der Fördersatz ( Zuschuss) beträgt

  • 750 €/ kWp bei Fotovoltaikanlagen

die Förderung erhöht sich

  • auf 1000€/ kWp bei gebäudeintegrierten Anträgen
  • auf 1200€/ kWp bei Vorhaben sog. Multiplikatoren  wie Schulen, Kindergärten, wissenschaftlichen, religiösen oder karitativen Einrichtungen, „50 Solarsiedlungen in NRW“ u.ä.
  • Förderfähig ist eine installierte Gesamtleistung von bis zu 20 kWp, bei Einzelanlagen und von bis zu 50 kWp bei gemeinsame getragenen Projektanlagen ( mit mindesten 10 Beteiligten )

Sonstige Zuwendungsbestimmungen
Bei Fotovoltaikanlagen sind die voraussichtlichen Investitionskosten im Antragsformular einzutragen. Ein Sachverständiger ( Berater, Installateur, Ingenieur usw. ) hat zu bestä- tigen, dass die Anlage fachgerecht geplant ist und den folgenden technischen Anforder- ungen entspricht.

  • Bei Fotovoltaik - Vorhaben ist die Art der Gebäudeintegration konkret anzugeben. Dabei ist neben der Produktion elektrischer Energie mindestens eine weitere bautechnische Funktion der Fotovoltaikelemente, wie z.B. Dichtung von Dach oder Fassade, Verwendung als Fenster oder als Sonnenschutz nachzuweisen.
  • Es werden nur Fotovoltaikanlagen gefördert, für die ein Qualitätszertifikat für die Fotovoltaikmodule gemäß der Testnorm LEC 81215 bzw, LEC 61646 ( Zertifikat TÜV Rheinland oder „ISPRA“ ) und eine Bestätigung vorliegt, dass der zu installierende Wechselrichter der Grenzwertklasse B der DIN EN 55011/B bzw. DIN VDE 0875 eil 11 entspricht.
  • Die Testate und Nachweise sind als Anlage zum Verwendungsnachweis vorzulegen. Hierbei hat der Installateur oder Lieferant zu bestätigen, dass es sich um eine fabrikneue Anlage handelt ( z.B. Gerätepass oder Bestätigung mit Angabe der Fabrikaktionsnummern ) Insbesondere für Fotovoltaikanlagen gelten die an Nr. 5.6.1 aufgeführten Förderhöchstgrenzen je Zuwendungsempfänger, Standort und Jahr. Für eine gemeinsam getragene Projektanlage müssen sich mindestens 10 Antragsberechtigte Personen unter einer Geschäftsführung für einen Zeitraum von wenigstens 5 Jahren zu einem Projekt zusammenschließen.

Verfahren

  • Antragsverfahren
  • Anträge auf Gewährung einer Zuordnung sind für das laufende Kalenderjahr zu stellen und werden von der Bewilligungsstelle ab dem 01.01.2002 entgegengenommen. Vorher eingehende Anträge müssen umgehend zurückgesandt werden um eine Gleichbehandlung aller Antragstellerinnen und Antragssteller zu gewährleisten. Je Vorhaben ist ein Antrag zu verwenden. Antragsvordrucke sind bei der Bewilligungsstelle, dem Landesinstitut für Bauwesen des Landes NRW ( LB NRW). Außenstelle Dortmund, Ruhrallee 3, 44139 Dortmund kostenlos erhältlich Tel: 0231 – 2868-595. der Antrag ist persönlich oder auf dem Postweg einzureichen. Eine Antragstellung mittels Fax ist-auch zur Fristwahrung nicht zulässig. Anträge können bis zum 30. September eines jeden Jahres gestellt werden. Nach dieser Frist eingehende Anträge oder Anträge, die bis zu diesem Termin nicht vervollständigt wurden, werden abgelehnt. Eine Erhöhung des Zuwendungsbetrages ist nach Erteilung eine Zuwendungsbescheides nur möglich, wenn die Erhöhung die Bagatellgrenze ( in NR. 5.2.3 ) überschreitet

Bewilligungsverfahren
Die Verwendung von Antragsvordrucken ist zwingend vorgeschrieben. Anträge, denen für das Jahr, in dem sie gestellt worden sind, wegen fehlender Haushaltsmittel nicht ent- sprochen werden kann, sind abzulehnen. Für die Bewilligung, Auszahlung und Abrech- nung der Zuschüsse sowie für die Prüfung der Verwendung, die Rücknahme oder den Widerruf des Zuwendungsbescheides, die Rückforderung der gewährten Zuschüsse und die Verzinsung gelten die Verwaltungsvorschriften zu § 44 des Landeshaushaltsordnung ( VV zu § 44 LHO NW), soweit nicht in dieser Richtlinie Abweichungen zugelassen sind. Das Prüfungsrecht des Landesrechnungshofes ergibt sich aus § 91 der LHO.